Stundenverrechnungssatz in der Gebäudereinigung: Was steckt darin?
Warum der Stundenverrechnungssatz deutlich mehr umfasst als den Stundenlohn einer Reinigungskraft und worauf Auftraggeber beim Angebotsvergleich achten sollten.
Stundenlohn ist nicht Stundenverrechnungssatz
Der an den Kunden berechnete Stundensatz muss neben dem produktiven Lohn weitere lohngebundene und betriebliche Kosten tragen. Dazu gehören unter anderem Arbeitgeberanteile, bezahlte Ausfallzeiten sowie objekt- und unternehmensbezogene Kosten.
Material, Maschinen und Organisation gehören zur Leistung
Reinigungsmittel, Geräte, Maschinen, Fuhrpark, Arbeitskleidung, Verwaltung, Objektleitung, Qualitätssicherung und Vertretungsorganisation verursachen Kosten, auch wenn sie nicht als eigene Position auf jeder Rechnung erscheinen.
Warum extrem niedrige Stundensätze Fragen aufwerfen
Ein ungewöhnlich niedriger Stundensatz sollte nicht isoliert als Vorteil bewertet werden. Auftraggeber sollten prüfen, ob Tarif- und Sozialkosten, notwendige Organisation und der vereinbarte Leistungsumfang plausibel abgebildet sind.
Transparenz erleichtert den Angebotsvergleich
Ein gutes Angebot macht nachvollziehbar, welche Leistungen, Zeiten oder Leistungswerte zugrunde liegen. So lässt sich Wirtschaftlichkeit besser beurteilen als über einen einzigen Endpreis.
Fachliche Grundlage und weiterführende Information: RAL Gütegemeinschaft Gebäudereinigung e. V. (RAL GGGR), öffentlich zugängliche Fachinformation. Quelle bei der RAL GGGR öffnen →. Dieser ADRG-Artikel ist eine eigenständige Darstellung und keine Wiedergabe des Originaltexts.
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